Ziele, Kader, Quoten, Vorsätze…

Vier Fragen zum Jahresanfang an Maurice…

• Der Startschuss 2019 ist gefallen – wie sieht Dein Plan für das Jahr aus?
Maurice: So ganz fest steht der Plan noch nicht. Wir haben gerade die Listen von den Nationenpreisen, Global-Turnieren und so weiter bekommen. Jetzt werden wir mal in Ruhe planen, wie es am besten passt. Das große Ziel ist natürlich, bei der Europameisterschaft Ende August in Rotterdam dabei zu sein. Im Idealfall hoffe ich wieder auf zwei Optionen, also dass Chacco's Son und Don Diarado beide fit, gesund und gut drauf sind.

• Ihr startet mit nur drei Mitgliedern im Olympiakader der Springreiter in das Jahr – macht Dich das nervös?
Maurice: Ach nein, ich sehe das ganz entspannt. Bei Philipp (Weishaupt) war das Pferd nicht ganz fit, Hansi (Dreher) war Ersatz, bei Laura (Klaphake) wurde das Pferd verkauft. Da kann sich einiges schnell wieder ändern und ein paar neue Namen kommen sicher auch dazu. Und wir haben zwei top Reiter, die aus anderen Gründen nicht im Kader sind – vielleicht findet sich da ja in diesem Jahr auch eine Lösung. Also, ich bin da entspannt. Für mich persönlich ist es natürlich ein gutes Gefühl, einer von den Dreien im Olympiakader zu sein :-)

• Züchterisch bist Du auch voll in Euren Betrieb involviert, 2018 war ein Knallerjahr für Euch. Was sind Deine Ziele für 2019 im Zuchtbereich?
Maurice: Wir würden natürlich gerne an der Quote von 2018 festhalten. Acht Hengste haben wir bei Körungen vorgestellt, sieben wurden gekört, dazu ein Siegerhengst. Das war schon ein Hammer. Wir sind uns bewusst, dass das nicht jedes Jahr so gehen kann, aber wir wollen weiter darauf hinarbeiten. Dieser Erfolg zeigt natürlich auch, dass wir im Vorfeld gut sortiert und kritisch gesiebt haben. Youngster, die super sprangen, aber nicht gut genug im Typ waren, haben wir beispielsweise gleich kastrieren lassen und in Richtung Sportlaufbahn geschickt. Dieses Jahr haben wir wieder einen vielversprechenden Jahrgang der Zweijährigen, selbstgezogene und als Fohlen dazu gekaufte.  Ich bin sehr gespannt, wie die sich zeigen und entwickeln werden.

• Die berühmten guten Vorsätze für das neue Jahr – wie sieht es damit bei Dir aus?
Maurice: Ne, so was gibt es bei mir nicht. An so etwas denke ich gar nicht. Ich arbeite konzentriert weiter und lass' den Rest auf mich zukommen. Aber das, denke ich, ist wichtig: Man darf nicht locker lassen, nur weil es im vergangenen Jahr so gut geklappt hat. Man muss sich weiter 100-protzentig auf die wichtigen Stationen vorbereiten. Das weiß ich und darauf achtet auch mein Vater im Training. Und der Rest – den warten wir ab … :-)