Überragender Chacco's Light

Die Bundeschampionate in Warendorf hatten für uns in diesem Jahr zwei Seiten: die sportliche und die organisatorische.
Erst mal zum Sportlichen: Chacco's Light sprang absolut außergewöhnlich. Der fünfjährige Sohn von Chacco's Son x Light On hat uns begeistert über die gesamten Runden des Bundeschampionats. Am Ende gab es für ihn die Bronzemedaille – ein toller Erfolg! Aber zugegeben: Man hätte sich auch noch mehr vorstellen können. Wir kommen ja nun schon sehr viele Jahr nach Warendorf, in diesem Jahr hat uns in den Richtergruppen ein wenig der internationale Aspekt gefehlt, entweder ein Pferdemann mit internationaler Erfahrung oder auch direkt ein Pferdemann aus dem Ausland. Ich bin sicher, dass würde dem gesamten Beurteilungs-Schema gut tun.
Maurice war mit drei Pferden in Warendorf. Neben Chacco's Light hatte er noch den sechsjährigen Copin's Boy v. Copin van de Broy x Levisto und den siebenjährigen Can Ya Mecan v. Corrado x Cassini dabei. Mit allen drei Pferden war er im Finale!
Mit unseren Pferden sind wir also richtig zufrieden, organisatorisch und vom Verlauf des Bundeschampionats machen wir uns – 'uns', weil ich da für sehr viele Springreiter spreche – ein wenig Gedanken. Bei den Sechsjährigen waren 83 Pferde am Start, bei den Fünfjährigen 68 – bundesweit qualifiziert waren jeweils mehr als drei- bzw. viermal so viele. Es waren nicht nur wenig Pferde, sondern am Springpferdeplatz auch deutlich weniger Zuschauer als früher vor Ort. Insgesamt herrschte unter den Springreitern nicht die beste Stimmung, die Bedingungen sind – verglichen mit anderen Turnieren heutzutage – einfach nicht so wie man es von einer solchen Veranstaltung erwarten würde: die Böden, der Stallbereich, die Tribünen… Wenn man den Stellenwert des Bundeschampionats der Springpferde sichern möchte, müsste man diesbezüglich einiges ändern.