Tryon-'Speed'-Interview mit Maurice

• Der genialste Moment des Abenteuers WEG Tryon 2018?
Maurice: Das war der Moment als Marcus null blieb und wir die Medaille sicher hatten. Das war absolut genial! Die WM-Medaille und die Olympiaqualifikation – damit hatten wir viel erreicht und ich habe mich tierisch gefreut.

• Die beste Moment mit Don Diarado?
Maurice: Das war die dritte Runde. Der Fehler in der Kombination – da fehlte ihm vielleicht noch etwas Erfahrung und wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Aber an dem Tag ist er am besten gesprungen. Und insgesamt hat Don Diarado das alles verdammt gut gemanagt für sein Alter.

• Die WM-Parcours?
Maurice: Die waren schon richtig schwer. Am ersten Tag war noch alles okay, der Parcours war gut zu reiten. Aber am zweiten Tag war der Parcours richtig schwer. Ich denke, das war der schwerste Parcours der Woche, nicht wegen der Höhe, aber von den technischen Anforderungen. Das hat man ja auch gerade bei der letzten Linie gesehen. Die hat noch mal einiges durcheinander gewirbelt.

• Die Reise, die Quarantäne, der ganze Ablauf mit Don Diarado?
Maurice: Das war für ihn alles überhaupt kein Problem. Er ist ja in diesem Jahr schon mal nach Shanghai geflogen, er kannte das und war absolut entspannt. Auch mit der zweitägigen Quarantäne hatte er kein Problem. Das wäre wahrscheinlich mit Chacco's Son etwas schwieriger geworden, weil der hengstiger ist und in der Quarantäne ist ja alles sehr eng, da werden die Pferde dicht hintereinander geführt. Don Diarado ist rundum einfach im Umgang.

• Der Vergleich: EM 2017 in Göteborg und WM 2018 in Tryon?
Maurice: Da war definitiv die WM viel aufregender und auch rundum schöner. Die Plätze, die Stallungen waren in Tryon spitze, man konnte auf dem Gelände mal gemütlich Kaffee trinken oder essen gehen, in Göteborg gab es gerade mal einen Kaffeestand. Schade war in Tryon nur, dass so wenig Zuschauer da waren. Ich glaube, es war einfach zu heiß und es gab kaum überdachte Tribünenplätze. Ohne Dach hat man es in der prallen Sonne wirklich nicht ausgehalten.

• Dein WM-Fazit 2018?
Maurice: Einerseits bin ich gut zufrieden, andererseits hatte ich auch ein bisschen Pech mit dem ein oder anderen Fehler. Also: Es hätte noch besser, aber auch deutlich schlechter laufen können :-)