Top erfolgreich in Frankfurt

Am ersten Turniertag ging es für uns gleich richtig gut los in Frankfurt: Justine mit Hello Guv'nor und Maurice mit Camilla – beide blieben im Umlauf für das Championat von Frankfurt fehlerfrei. Der Parcours war gut zu reiten und so hatten wir am Ende von 60 Startern 17 ohne Fehler. Im Stechen rutschte Camilla in einer Wendung weg, echtes Pech, aber Justine gelang eine super Runde – und schnell! In 33,45 Sekunden wurden die beide Zweite, nur Tobi Meyer war eine halbe Sekunde schneller. Das war ein Riesenerfolg und eine klasse Leistung von Justine. Sie war das erste Mal in Frankfurt am Start. Otto (Becker) und Heiner (Engemann) durften zwei Startplätze für Frankfurt an junge Reiter vergeben und Justine war dabei. Auch am Samstag hat sie noch mal gezeigt, dass der Startplatz für sie absolut gerechtfertigt war. Mit einem Pferd von den Stephex Stables, dem achtjährigen Belgier Kismet van de Lentakker, drehte sie eine wirklich gute Runde im Weltranglistenspringen mit einem leichten Fehler.
Am Samstagnachmittag ist Maurice mit Camilla auch schon wieder fehlerfrei im Umlauf unterwegs gewesen. Im Stechen waren die beiden super im Fluss, die Stute sprang gewaltig und dann hatten sie leider am vorletzten Hindernis eine leichte Berührung – die vordere Stange fiel. Mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde wurden sie am Ende Achte.
Quinto, den siebenjährigen Holsteiner v. Quintero x Heraldik xx, hatte Maurice für die Youngster-Tour mit. Am ersten Tag fing er schon gut an und blieb im Zwei-Phasenspringen fehlerfrei. Im Finale am Sonntag legte er noch eine Schippe drauf und wurde Fünfter, wiederum fehlerfrei in beiden Phasen.
Don Diarado hatte nach der WM eine kleine Pause, ist dann in die Hallensaison wieder eingestiegen und zeigt sich konstant pfiffig und fantastisch in den Parcours. Am ersten Tag in Frankfurt hat Maurice mit ihm eine lockere Trainingsrunde gedreht, am Sonntag im Großen Preis hat sich die Taktik ausgezahlt. Don Diarado sprang sich souverän ins Stechen. Neun waren im Stechen, Maurice musste als zweiter Reiter rein und er hat seine Kollegen definitiv unter Druck gesetzt: In 40,59 Sekunden blieb er bis zum Schluss der Schnellste mit fast zwei Sekunden Vorsprung – nicht durch verrücktes Reiten, aber durch top Wendungen und einen super Rhythmus. Wenn der eine Steilsprung liegen geblieben wäre… Schade, aber so wurde es ein superguter dritter Platz im Großen Preis von Frankfurt. Ein tolles Ende eines für uns sehr erfolgreichen Turniers.
Ich bin selbst oft in der Festhalle geritten, das Publikum ist bombastisch, die Stimmung auch. Das ist schon aus allen Perspektiven ein Top-Turnier kurz vor Weihnachten.