Manchmal muss man Dinge beim Namen nennen…

…Hamburg war einfach affengeil!
Erst mal vom ganze Turnier und von der Stimmung her eine absolute Ausnahmeveranstaltung und dann von der sportlichen Seite her sensationell. Maurice hatte mit beiden Pferden, Don Diarado und Chacco's Son absolute Spitzenrunden.
Don Diarado – erste Runde am Donnerstag eine gemütliche Runde ohne Hindernisfehler und am Samstag gewinnt der Neunjährige das 1,60-Meter-Springen, die Qualifikation zum Großen Preis der Global Champions Tour und die erste Wertungsprüfung der Global Champions League, absolut super! Das Team von Maurice, Valkenswaard United, wird Zweiter. Ein paar Stunden später sitzt Maurice im Sattel von Chacco's Son, qualifiziert sich mit sechs anderen Paaren für das Stechen, behält die Nerven und zeigt eine von nur zwei Nullrunden. Platz im Global-Springen von Hamburg. Der absolute Wahnsinn! Und schon im Championat von Hamburg hatte Chacco's Son eine herrliche Nullrunde gedreht.
Quinto v. Quintero sollten wir auch nicht vergessen. Er hat gleich am ersten Tag die Youngster-Tour der Siebenjährigen gewonnen, am zweiten Tag gleich wieder eine Nullrunde gedreht und im Finale einen Abwurf und Platz neun notiert. Top Leistung insgesamt!
Was soll ich sagen? Hamburg war ein unglaubliches Turnier für uns. Maurice ist noch einmal einen ganzen Schritt nach vorne gegangen in seiner Reiterei. Es wirkte alles noch selbstverständlicher, mit  allen Pferden, sah noch leichter und noch passender aus. Man konnte eigentlich keine Unsicherheit erkennen. Super war für Maurice, dass er gleich im ersten Parcours null war. Das ist für ihn immer ein besserer Einstieg als mit einem oder zwei Fehlern. Das gibt, denke ich, noch mal einen Schub Sicherheit. Außerdem hatte er aus Shanghai auch noch mal eine Portion Vertrauen und Sicherheit mitgenommen. Er war in Hamburg von Anfang an richtig gut drauf. Das konnte man auch schön an dem Ritt mit Don Diarado sehen – da ist er richtig frech nach vorne geritten. Mir ging es in Hamburg offensichtlich ähnlich wie ihm: Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Schwer zu beschreiben, etwas anders als sonst – noch ruhiger, noch positiver.
In den nächsten Wochen stehen für uns jetzt erst mal die Nationenpreise im Vordergrund, das war immer so abgesprochen und so machen wir das auch. Maurice ist schon unterwegs Richtung La Baule, ich fliege heute hinterher.