Letzter Test für Aachen

 

 

Riesenbeck war für uns das etwas andere Turnier – einerseits sind wir nicht ganz so oft alle Drei beim selben Turnier am Start, andererseits waren hier parallel die Deutschen Meisterschaften der Vierspänner. Wir haben uns das Gelände der Fahrer vor Ort angeguckt, das war schon interessant und spannend.
Für Justine lief es in Riesenbeck sportlich auch wirklich gut. Mit unserem achtjährigen Stakkato-Gold-Sohn Special hat sie das Finale der Youngster-Tour gewonnen! Light Star sprang auch gut. Am zweiten Tag blieben die beiden in der großen Tour fehlerfrei und haben sich in die Platzierung geritten – einen Platz vor Maurice und Camilla :-)
Maurice hat Riesenbeck als letzten Test und letzte Vorbereitung für Aachen genutzt. Mit Chacco's Son hat er in der großen Tour schöne, bedächtige Trainingsrunden gedreht – mit Zeitfehlern, aber darauf kam es uns gar nicht an in diesem Fall – und ist am Samstagabend beim Flutlichtspringen an den Start gegangen. Auch das mit dem Gedanken an das Flutlicht in Aachen. Und der Hengst sprang in allen Prüfungen vom Feinsten. Mit Don Diarado hat Maurice auch erst eine Trainingsrunde gedreht, war damit perfekt für den Großen Preis vorbereitet und wurde dort Sechster. Für mich ist dieses Pferd mit seinen acht Jahren und seinen nahezu 'abonnierten Nullrunden' ein Phänomen!
Ich hatte Lycon am Start. Am ersten Tag sprang er richtig gut in der großen Tour. Am zweiten Tag hatte ich nicht die optimale Kontrolle und habe dann eine Trainingsrunde aus dem Parcours gemacht. Und im Großen Preis sprang er dann wieder richtig gut, aber ich hätte die letzte Distanz prickelnder reiten können. Normal war die Distanz auf sieben und fünf Galoppsprünge gebaut, viele haben sechs und fünf daraus gemacht, bei mir wurden es sechs und sechs. Das war nicht so optimal und auch anders geplant, aber leider läuft es ja manchmal nicht ganz geplant und so hatten wir am Ende einen Fehler.
Nach sehr turbulenten Wochen von Turnier zu Turnier haben wir an den nächsten beiden Wochenenden mal turnierfrei und können uns um die Pferde und die Youngster zu Hause kümmern. Jetzt ist die Zeit, in der wir die Zweijährigen anlongieren und mit der Körvorbereitung der Hengste beginnen. Ich finde das immer sehr spannend und longiere die Youngster zwischendurch auch gerne selbst. Gut zu longieren ist im Endeffekt nicht sehr viel einfacher als gut zu reiten und genau so wichtig.