Eine Frage der Gelenkigkeit

Manchmal wäre es ja wirklich von Vorteil, wenn man etwas gelenkiger wäre! Dann hätte ich mir beim Großen Preis am Sonntag in Oliva mal so richtig in den Allerwertesten beißen können. Cosun sprang wirklich gut und dann haben wir im Stechen den Letzten um! Ärgerlicher geht es kaum, wir wären sonst ganz vorne gewesen. Aber die Bekanntschaft mit dem letzten Sprung machen wir ja alle immer mal wieder…

Auch an unserem letzten der drei Oliva-Wochenenden hatten Maurice und Justine noch mal richtig schöne Runden. Unfassbar war tatsächlich Light Star mit Justine – in den drei Wochen hat er sich nicht einen einzigen Springfehler geleistet. Klasse! Für Chacco's Son lief es im Großen Preis nicht so perfekt, aber in der Qualifikation war er noch mal wirklich unterwegs und Don Diarado hat sich auch noch mal sehr gut gezeigt. Mit Camilla war Maurice dann noch in einem Springen der schweren Tour Zweiter und Spaß gemacht haben auch die Youngster. Die haben in den drei Wochen  einfach viel gelernt, was sie morgen nicht wieder vergessen haben, sondern was sie jetzt schön hier mit in die Saison nehmen und worauf man weiter aufbauen kann. Bei Chacco's Son ist das ähnlich. Nach seiner längeren Turnierpause war Oliva der perfekte Wiedereinstieg für ihn. Überrascht hat mich in Oliva auch Lycon. Dass er in die großen Parcours schon so souverän hineinwächst, hätte ich in der Form nicht gedacht.
Natürlich waren das für alle Zwei- und Vierbeiner irgendwie auch fordernde drei Wochen und die Youngster waren schon am Ende etwas müde. Auf der Heimfahrt haben sie friedlich gepennt und zu Hause können sie sich jetzt noch mal ein paar Tage erholen.
Wir machen jetzt mit den Turnieren in Lastrup und dann wahrscheinlich Hagen weiter. Eventuell fliege ich nächste Woche auch noch einmal nach Oliva und helfe dort einigen Reitern. Am 11. April startet dort nach einer Woche Pause der vierte Teil der MET (Mediterranean Equestrian Tour). Da sind dann nicht mehr ganz knapp 1.000 Pferde am Start wie in den vergangenen drei Wochen, sondern 'nur' noch etwa 400. Viele bleiben einfach vor Ort, nutzen die Woche Pause zum 'Runterfahren' und reiten dann weiter.