Eilig und erfolgreich

Uiha, ich hatte wirklich ein eiliges Wochenende. Ich bin zwischen Einhaus zum Reiten, Riesenbeck zum Trainieren der türkischen Springreiter und Geesteren zum Coachen von Maurice hin und her gependelt. Langeweile kam ganz und gar nicht auf :-)
Bei Maurice lief es im Großen Preis von Geesteren vom Feinsten: Platz fünf. Nur acht von den 50 Paaren haben den Umlauf mit einer fehlerfreien Runde absolviert und sich für das Stechen qualifiziert. Don Diarado hat das souverän gemanagt. Auch im Stechen sprang er wieder spitze, leider einen Fehler, aber ein super fünfter Platz!
Im Nationenpreis lief es für das deutsche Team nicht optimal. Platz vier war noch okay, aber – wenn ich ehrlich bin – hatte ich mir das noch etwas anders erhofft. In der ersten Runde hatte Maurice einen unglücklichen Fehler am Wasser. Danach hatte er für einen Moment etwas die Kontrolle verloren und noch einen Folgefehler kassiert. Im zweiten Umlauf ist Don Diarado überragend gesprungen! Beim Einsprung in die Kombination war er etwas zu viel im Vorwärts und hatte dann leider doch eine Stange, die rollte. Schade. Mit im Team waren Simone Blum und Alice, Sven Schlüsselburg auf Bud Spencer und Janne Meyer-Zimmermann auf Minimax. Alles gute Paare, aber nur eine einzige Nullrunde, das war die von Simone und Alice im zweiten Umlauf, im ersten hatten die beiden noch das Streichergebnis geliefert. So ist eben unser Sport: Man kriegt es leider nicht immer genau so hin, wie man es sich wünscht.
Einen Tag nach Geesteren hat es Maurice im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos gemacht. Er hat sich eine richtig fiese Mandelentzündung eingefangen und kann kaum sprechen, die muss er jetzt erst mal auskurieren. Da passt es ganz gut, dass er jetzt drei Wochen bis Aachen Turnierpause hat.
Ich fliege heute, Dienstag, Abend nach Budapest und dann brauchen wir tatsächlich ein paar gedrückte Daumen für die Olympiaqualifikation mit dem ukrainischen Team in Budapest. Das wird richtig schwer für uns in Budapest. Wenn wir unsere Qualifikation für die Olympischen Spiele erreichen wollen, müssen wir den Nationenpreis gewinnen. Nicht schlecht und Zweiter – das reicht leider nicht. Deshalb: Volle Konzentration am Wochenende und hoffen, dass wir ein bisschen Glück haben – ohne das berühmte Quäntchen gewinnt man keinen Nationenpreis.